Schurenbachhalde

Die Alpen des Ruhrgebiets sind seine Abraumhalden. Von hier schaut man über das Revier und erspäht Gasometer, Zechen und andere Landmarken der Industriekultur. Im Norden Essens wurde die Schurenbachhalde mit dem tauben Gestein des Steinkohleabbaus der Zeche Zollverein auf ca. 50m aufgeschüttet.

Die Halde liegt zwischen Emscher und Rhein-Herne-Kanal auf der einen und der A42 auf der anderen Seite und ist nach dem unter ihr begrabenen Schurbach benannt. Von Anfang der 70er bis Mitte der 90er-Jahre diente sie Zollverein und anderen Zechen als Abraumlager. Während das Plateau auf der Spitze aufgrund des Gesteins einer Mondlandschaft gleicht, sind die Hänge üppig begrünt worden, sogar ein paar Kirschbäume kann man während des Aufstiegs sichten.

Am höchsten Punkt ragt eine 15 Meter hohe und 67 Tonnen schwere Stahlskulptur “Bramme für das Ruhrgebiet” des amerikanischen Künstlers Richard Serra aus dem Boden hervor. Mittlerweile mit einigen Tags und (halb-)herzigen Graffitis verziert, steht die Landmarke in exakter Ost-West-Ausrichtung und neigt sich in einem kaum wahrnehmbaren drei Grad Winkel. Man wird in dämmrigen Licht unweigerlich an den Monolith aus 2001 erinnert.

Auch wenn wir nicht wissen ob Grillen hier wirklich erlaubt ist, möchten wir aus eigener Erfahrung die Aussicht für einen Grillabend umbedingt empfehlen. Da es sich von selbst verstehen sollte, dass alles was auf die Halde hochgetragen wird auch wieder mit herunter geht, dürfte niemand etwas dagegen haben wenn im Schatten der Bramme ein paar Würstchen auf dem Einmalgrill landen.

Ein besondere Erlebnis ist der Sonnenuntergang auf der Schurenbachhalde. Während die Sonne zwischen Bottroper Tetraeder und Marler Chemiepark hinter dem Horizont versinkt, taucht sie die Skyline der Essener Innenstadt und die Kokerei Zollverein noch ein letztes Mal in einen goldenen Glanz. Und die stählerne Bramme gibt dann noch über Stunden die tagsüber gespeicherte Hitze an die an ihr lehnenden Besucher ab.

Mehr über diesen künstlichen Berg findet sich auch bei Wikipedia und auf einer Seite der Uni-Duisburg-Essen.

Schurenbachhalde
Zugänge und Parkmöglichkeiten:
Emscherstraße 200 (schnell Aufstieg über direkte Treppe)
Nordsternsternstraße 22 (zum Wandern über Serpentinenwanderwege)
45329 Essen

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